2016

SPANNUNG
Mit Arbeiten von
Hellmut Bruch und Bernhard Hausegger

Eröffnung am Samstag, 6. Februar 2016
von 11.00 - 13.00 Uhr
in Dornbirn, Galerie c.art, Marktstraße 45

Ausstellungsdauer: bis 2. April 2016

Die Künstler sind anwesend.

Hellmut Bruch, geb. 1936 sagt über sein Werk: "Weil ich mich auf die Realität des Immateriellen beziehe, sind meine Arbeiten keine reduzierten Abbildungen oder Abstraktionen des Sichtbaren, sondern folgen jenen Voraussetzungen, die der materiellen Welt Gestalt geben und sie prägen. Die zentralen Themen sind das Licht und die Proportion, die sich auf Naturgesetzlichkeiten beziehen und in "offenen Formen" Gestalt annehmen. Edelstahl und transparentes, farbiges, fluoreszierendes Acrylglas sind meine bevorzugten Materialien".
(Hellmut Bruch)

Bruch lebt und arbeitet in Hall in Tirol.

Bernhard Hausegger, geb. 1957, nimmt sich der ausrangierten, weggestellten Sessel und Stühle an, die er findet oder geschenkt bekommt. Er analysiert die Formsprache seiner Fundstücke und sucht nach möglichen Variationen. Jedes einzelne Stück ist aufwendig in Handarbeit produziert. Der Werkstoff Polyester ermöglicht dem Künstler ursprünglich notwendige, tragende Verbindungen der Möbel einfach wegzunehmen, ebenso, wie ihr Volumen zu verändern. Jedoch bleibt das Original als Kern immer erhalten und erkennbar. Durch diese minimalen Veränderungen werden neue Blickwinkel und Perspektiven eröffnet. (Sabine Dortschy)

Hausegger studierte bei Bruno Gironcoli an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er auch lebt und arbeitet.

Galerie c.art, Prantl & Boch
Marktstraße 45
A-6850 Dornbirn
http://www.c-art.at

Einblick in die Ausstellung:

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Neu: Polyester chairs auf rauminhalt.at

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2015

BEI WERNER HÜBSCH AUF DER KIPPE
Eröffnung: 24. März, 19 Uhr
zu sehen bis: 10. April 2015

Eine neue Skulptur und mehr als ein halbes Dutzend Zeichnungen im schwarzen Raum.

Schallplattenhandlung Griller
Magdalenenstraße 21, 1060 Wien
Di–Fr 13–18 Uhr, SA 11–16 Uhr

Einblick in die Ausstellung:

2014


POLYESTER

Bernhard Hausegger nimmt sich der ausrangierten, weggestellten Sessel und Stühle an, die er findet oder geschenkt bekommt. Er analysiert die Formensprache seiner Fundstücke und sucht nach möglichen Variationen.

Er bearbeitet die Sitzobjekte mit Polyester, dem Material, an das heute belächelte architektonische Allmachtphantasien der 60er und 70er Jahre geknüpft waren - komplette Wohnlösungen aus einem Guss schienen realisierbar und massenfertigungstauglich zu sein und versprach ein besseres und sorgenfreies Leben.

Hausegger, geboren 1957 und somit ein Kind der Popart war in seiner Jugend von diesen Visionen fasziniert. Der Fertigungsprozess seiner Möbel steht jedoch in einem drastischen Antagonismus zur Idee der Massenproduktionstauglichkeit. Jedes einzelne Stück ist aufwendig in Handarbeit produziert.

Der Werkstoff Polyester ermöglicht Hausegger ursprünglich notwendige, tragende Verbindungen der Möbel einfach wegzunehmen, ebenso, wie ihr Volumen zu verändern. Jedoch bleibt das Original als Kern immer erhalten und erkennbar. Durch diese minimalen Veränderungen werden neue Blickwinkel und Perspektiven eröffnet.

Im Hofmobiliendepot bindet er die so entstandenen Objekte in die Schausammlung ein und fordert die Besucher_innen auf, darauf Platz zu nehmen, im Dialog mit der Hoffmannschen Sitzmaschine und den minimalistisch-eleganten Biedermeiermöbeln.
Im Foyer präsentiert Hausegger eine Installation, die sich auf das Depot als Anhäufung der vorrübergehend weggelegten Dinge bezieht.
(Sabine Dortschy)

Eröffnung: 1. Oktober 2014, 19:00 h
Ausstellungsdauer: bis 23. November 2014Ausstellung im Rahmen der Vienna Design Week 2014.

Hofmobiliendepot – Möbel Museum Wien

Andreasgasse 7, 1070 Wien

Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr
www.hofmobiliendepot.at/


POLYESTER_ SOUND ENVIRONMENT: ARMIN POKORN
www.arminpokorn.com

alt : http://www.bhausegger.at/files/07-audiotrack-07.mp3

Einblick in die Ausstellung:

Artikel in "Schöner Wohnen Österreich", 06/2014:

2013


MELANCHOLIKER SIND SIE ALLE

Neue Zeichnungen und Skulpturen

Eröffnung: Donnerstag, 21. November 2013 um 19 Uhr
mit einem musikalischen Beitrag von
Armin Pokorn (e-guit) und Thomas Rottleuthner (bcl, fl)
Die Arbeiten sind bis zu 11. Januar 2014 in den Auslagen zu sehen.

Atelier Steinbrenner/Dempf
Glockengasse 6, 1020 Wien
http://www.steinbrener-dempf.com
 

Einblick in die Ausstellung:

2012

OR ELSE

Eröffnung: 3. April 2012, 19.00 h
Thomas K. Lang Gallery at Webster University

Der in den frühen 1980er Jahren bei Bruno Gironcoli ausgebildete Bildhauer Bernhard Hausegger akkumuliert vielfältige Versatzstücke, fügt hinzu, verdeckt, zitiert und erzählt. In der Enge des kleinen Atelierraumes drängen die Skulpturen gegen die Begrenztheit des Raumes an. Auf mobilen Sockelkonstruktionen bauen sich die Konstruktionen spiralartig um ihre Armierungen herum auf. Jedes Teil hält in sich die Spannung einer improvisierten Situation, stellt Fragen nach seiner ursprünglichen Verwendung, seines Fundortes, nach Spuren seiner Bearbeitung, Textur und Form oder seiner Bezüge und Verweise. Verarbeitet werden Fundstücke, wie Töpfe Verschalungsrohre, Stühle, Metal- und Holzreste, Gummireifen, Leinwände uvm. In ihrer Gesamtheit verhandeln diese Skulpturen idiosynkratisch die gundlegenden Themen skulpturalen Gestaltens: das Objekt in seiner Objekthaftigkeit, Verhältnis und Funktion von Skulptur und Sockel, die Plastik als Prozess des Hinzufügens, Volumen und Raum oder Material im Verhältnis zu Form und Inhalt. Kunstimmanente Bezüge und Verweise legen nicht zufällig einer Hommage gleich die Spuren zu Kippenberger (Laterne), Oldenburg (Mickey Mouse-Maske) oder Eames (Stuhl).

Der Charme dieser Plastiken liegt in ihrem provisorischen Auftreten und ihren ironisch-humorvollen Anspielungen. Für die Ausstellung Or Else, in der Webster University, transferiert Bernhard Hausegger sie auf ihren flachen beweglichen Podesten wie voll beladene Schiffe in den Ausstellungsraum und nimmt die halbhohe Wandverkleidung seines Ateliers als Einfriedung und Rahmung der Aufstellung gleich mit. Bei höchst ökonomischem Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel und einer unverhohlenen Präsenz der Arbeitsprozesse entwickelt sich ein Sog, der eine Flut von scheinbar zusammenhanglosen Gedankenfetzen wie Treibgut hinter sich herzieht. In den Lücken und Löchern zwischen dem, was ist oder sein kann, entstehen Kombinationen, die in unseren Köpfen jeweils eigene kleine Geschichten zum Besten geben, wie die des kopflosen Vogels, der vor seinem Häuschen sitzend zur Laterne blickt, die Kippenberger wohl in Wien vergessen hat, oder aber ...

Hausegger bewegt sich in einem städtischen Raum. Seine Tätigkeit als Restaurator von Gebäuden und Skulpturen konfrontiert ihn mit einer Fülle von zeitgenössischen und historischen Versatzstücken, die er in seinen Plastiken inhaltlich und real verarbeitet. Und er liefert den Beweis, dass nichts verloren geht, wenn diese bearbeitet und frei arrangiert zu neuen Gedankenverbindungen führen.
(Linda Klösel)

Einblick in die Ausstellung: